AquaWand400 : vier Meter Schutzhöhe mit autarkem Aufbau

Kann eine mobile Hochwasserschutzwand mit einer Schutzhöhe von vier Metern von nur zwei Personen aufgebaut werden – und das ohne Lkw, Kran oder andere schwere Hilfsmittel?

Die AquaWand 400 beweist, dass dies möglich ist. Sie wurde für hohe Wasser­stände entwick­elt und verbindet eine große Schutzhöhe mit ein­er ein­fachen und schnellen Hand­habung. Ger­ade im Hochwasser­fall ist das von Vorteil, denn dann muss der Schutz schnell, sich­er und mit möglichst wenig Per­son­al aufge­baut werden.

AquaWand 400 im Bereitschaftszustand , direkt im Boden gelagert und am Einsatzort vorbereitet
Die AquaWand400 ist im Boden gelagert und befind­et sich direkt am Ein­sat­zort im Bere­itschaftsmodus. Die Auf­nahme zeigt eine Versuchsstrecke

Direkt vor Ort gelagert 

Im Bere­itschaft­szu­s­tand ist die AquaWand 400 direkt im Boden ein­ge­lassen. Von außen ist lediglich der über­fahrbare Deck­el sicht­bar. Die wichti­gen Kom­po­nen­ten befind­en sich im Inneren des Sys­tems und kön­nen im Ein­satz­fall direkt vor Ort ent­nom­men werden.

Dadurch ent­fall­en lange Trans­portwege, externe Lager­flächen und eine aufwendi­ge Logis­tik. Das spart wertvolle Zeit und erle­ichtert den Ein­satz, ins­beson­dere bei einem schnell steigen­den Wasserstand.

Aufgebaute AquaWand 400 mit angestautem Wasser in der WADI-Anlage
Die aufge­baute AquaWand400 in der WADI-Anlage von AQUABURG mit ca.3,70m anges­tautem Wasser 

AquaWand400 – geprüft unter Wasserbelastung

In der WADI-Anlage von AQUABURG wurde die AquaWand 400 unter prax­is­na­hen Bedin­gun­gen aufge­baut und mit anges­tautem Wass­er belastet. Die Bilder zeigen das Sys­tem im aufge­baut­en Zus­tand und wie es sich bei hoher Wasser­be­las­tung kon­trol­lieren lässt.

Der Tes­tauf­bau macht deut­lich, dass die AquaWand400 mehr als eine tech­nis­che Lösung auf dem Papi­er ist: Sie ist ein Hochwasser­schutzsys­tem für reale Einsatzsituationen.

AquaWand 400 mit vier Metern Schutzhöhe im aufgebauten Zustand
Die AquaWand400 im aufge­baut­en Zus­tand mit ein­er Schutzhöhe von vier Metern

Der Aufbau kann von zwei Personen mit Handwerkzeug durchgeführt werden.

Trotz der hohen Schutzhöhe kann die AquaWand400 von nur zwei Per­so­n­en aufge­baut wer­den. Für den Auf­bau wer­den keine schw­eren Maschi­nen benötigt. Benötigt wer­den lediglich Leit­ern, lange Hak­en, Schutzaus­rüs­tung und Handwerkzeug.

Im Tes­tauf­bau kon­nte der erste Meter der AquaWand400 in ca. acht Minuten mon­tiert wer­den. Sobald der Auf­bau in ein­er Lin­ie weit­erge­führt wird, kann dieser noch schneller erfolgen.

Damit zeigt die AquaWand400, dass auch ein Hochwasser­schutzsys­tem mit großer Schutzhöhe prak­tisch, schnell und autark aufge­baut wer­den kann.

Leitern und lange Haken für den Aufbau der AquaWand400
Leit­ern und lange Hak­en unter­stützen den Auf­bau der AquaWand 400
Schützausrüstung und Handwerkzeug für den Einsatz der AquaWand400
Schutzaus­rüs­tung und Handw­erkzeug für den Auf­bau und Ein­satz der AquaWand400

Kontrolle und Verteidigung der Anlage während des Einsatzes

Bei großen Hochwasser­schutzan­la­gen ist es entschei­dend, die Anlage während des Ein­satzes aktiv kon­trol­lieren und vertei­di­gen zu kön­nen. Ger­ade bei Schutzhöhen von bis zu vier Metern dür­fen solche Anla­gen nicht unbeauf­sichtigt bleiben. Ein bege­hbar­er Bere­ich im oberen Teil der Hochwasser­schutzwand ist deshalb von großem Vorteil.

Ähn­lich wie bei einem Deichvertei­di­gungsweg kön­nen Ein­satzkräfte dort ent­langge­hen, die Anlage fort­laufend beobacht­en, den Wasser­stand kon­trol­lieren und bei Bedarf direkt ein­greifen. Sie kön­nen sich ent­lang der Schut­zlin­ie bewe­gen, kri­tis­che Stellen schneller erken­nen und notwendi­ge Maß­nah­men unmit­tel­bar einleiten.

So bleibt der Zus­tand der Hochwasser­schutzwand auch während der Wasser­be­las­tung bess­er über­prüf­bar. Gle­ichzeit­ig wird die Ein­sat­zleitung vor Ort unter­stützt, da Kon­trolle, Vertei­di­gung und Reak­tion direkt an der Anlage möglich sind.

Begehbarer Bereich der AquaWand400 zur Kontrolle und Verteidigung der Anlage
Der bege­hbare Bere­ich im oberen Teil der AquaWand400 ermöglicht die Kon­trolle und aktive Vertei­di­gung der Anlage während des Einsatzes 

Treibgut frühzeitig erkennen und fernhalten

Bei Hochwass­er kön­nen Äste, Holzstücke und ähn­liche Gegen­stände gegen die Schutzwand treiben. Dieses Treibgut kann die Anlage zusät­zlich belas­ten. Deshalb ist es wichtig, solche Gegen­stände frühzeit­ig zu erken­nen, einzuschätzen und von der Hochwasser­schutzwand fernzuhalten.

Der bege­hbare Bere­ich im oberen Teil der AquaWand400 unter­stützt die aktive Vertei­di­gung der Anlage in diesem Zusam­men­hang. Ein­satzkräfte kön­nen sich ent­lang der Schut­zlin­ie bewe­gen, Treibgut bess­er beobacht­en und bei Bedarf mit geeignetem Werkzeug gezielt reagieren. So kön­nen kri­tis­che Bere­iche schneller kon­trol­liert und mögliche zusät­zliche Belas­tun­gen reduziert werden.

Das erhöht die Sicher­heit der Anlage und erle­ichtert die Kon­trolle während des gesamten Einsatzes.

Treibgut vor de AquaWand400 während des Hochwasserschutz-Einsatzes
Treibgut kann erkan­nt und von der Hochwasser­schutzwand fer­nge­hal­ten werden

Fazit

Die AquaWand400 verbindet eine hohe Schutzwirkung mit ein­fach­er Hand­habung. Sie bietet eine Schutzhöhe von bis zu vier Metern, wird direkt vor Ort gelagert und kann mit weni­gen Per­so­n­en und ein­fachem Werkzeug aufge­baut werden.

Ein weit­er­er Vorteil ist, dass die Anlage auch während des Ein­satzes aktiv kon­trol­liert und vertei­digt wer­den kann. Über den bege­hbaren Bere­ich im oberen Teil kön­nen Ein­satzkräfte die Schut­zlin­ie beobacht­en, den Wasser­stand kon­trol­lieren, Treibgut erken­nen und bei Bedarf direkt reagieren.

Somit eignet sich die AquaWand400 ins­beson­dere für Bere­iche, in denen ein leis­tungsstark­er, schnell aktivier­bar­er und autark­er Hochwasser­schutz mit hohen Schutzhöhen benötigt wird, die nicht unbeauf­sichtigt bleiben dürfen.

Aquaburg auf ingenieur.de / VDI energie + umwelt erwähnt

Wir freuen uns, dass unser AquaWand-Sys­tem im aktuellen Bericht zur Resilience Expo 2026 auf ingenieur.de vorgestellt wurde.

In dem Beitrag wird unser Ansatz im Bere­ich des Hochwasser­schutzes beschrieben. Die AquaWand-Kanäle sind dauer­haft im Boden inte­gri­ert und kön­nen im Hochwasser­fall schnell aktiviert wer­den. Plane, Netz und Pfos­ten bzw. Deck­elp­fos­ten bilden dabei eine wirk­same Schutzbarriere.

Die Resilience Expo hat erneut gezeigt, wie wichtig prax­is­na­he Lösun­gen für Kli­maan­pas­sung und Hochwasser­schutz sind.

Vie­len Dank an ingenieur.de/VDI Energie + Umwelt für die Erwähnung.

Zum Beitrag : Bericht zur Resilience Expo 2026 auf ingenieur.de lesen 

AQUABURG auf der Resilience Expo 2026 in Mönchengladbach

AQUABURG war am 10. Juni 2026 auf der Resilience Expo in Mönchenglad­bach vertreten. Bei der Ver­anstal­tung kamen Akteur:innen aus Ver­wal­tung, Wirtschaft, Forschung und Prax­is zusam­men, um über Lösun­gen für Kli­maan­pas­sung, Starkre­gen, Hochwasser­schutz und resiliente Infra­struk­tur zu sprechen.

Im Mit­telpunkt unseres Messeauftritts stand unser mobiles Hochwasser­schutzsys­tem AquaWand. Vor Ort kon­nten wir demon­stri­eren, wie schnell und flex­i­bel die AquaWand einge­set­zt wer­den kann und welchen Beitrag mobile Schutzsys­teme bei Starkre­gen- und Hochwasser­ereignis­sen leis­ten können.

Ein beson­deres High­light war der Messerundgang von Oliv­er Krisch­er, Min­is­ter für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Lan­des Nor­drhein-West­falen. Im Rah­men dessen hat­ten wir die Gele­gen­heit, unsere Lösung vorzustellen und die Bedeu­tung eines schnell ein­set­zbaren Hochwasser­schutzes im direk­ten Aus­tausch zu verdeutlichen.

Ger­ade bei Starkre­gen und plöt­zlich auftre­ten­dem Hochwass­er zählt jede Minute. Mobile Sys­teme müssen daher nicht nur zuver­läs­sig schützen, son­dern auch ein­fach zu hand­haben sein und schnell ein­satzbere­it wer­den. Die AquaWand wurde genau für solche Ein­satzsi­t­u­a­tio­nen entwick­elt: Sie ist flex­i­bel, prax­is­nah und ohne aufwendi­ge tech­nis­che Vor­bere­itung einsetzbar.

Die Messe hat es erneut deut­lich gemacht: Kli­maan­pas­sung erfordert prak­tis­che Lösun­gen, starke Part­ner­schaften und Sys­teme, die im Ern­st­fall schnell funktionieren.

Kontollierte Entwässerung bei Hochwasser

AquaWand mit Entwässerungsrinne, Drainage und Pumpenschacht

Bei Hochwass­er ist eine natür­liche Entwässerung häu­fig nicht mehr möglich. Für diese Sit­u­a­tio­nen bietet Aquaburg eine praxis­er­probte Lösung: Die Kom­bi­na­tion aus AquaWand, Entwässerungsrinne, Drainage und Pumpen­schacht ermöglicht die kon­trol­lierte Auf­nahme und gezielte Ableitung von anfal­l­en­dem Wass­er.
Ger­ade bei Pro­jek­ten, bei denen Hochwasser­schutz und Entwässerung gemein­sam betra­chtet wer­den müssen, entste­ht so ein tech­nisch durch­dacht­es Gesamt­sys­tem für Schutz, Wasser­führung und Betriebssicherheit.

Pumpen­schacht als Teil des Entwässerungskonzepts

Der Pumpen­schacht ist kein Hin­weis auf Undichtigkeit­en, son­dern ein fes­ter Bestandteil eines tech­nis­chen Konzepts zur kon­trol­lierten Wasser­führung.
Auf der zu schützen­den Trock­en­seite kön­nen Regen­wass­er, Leck­age­wass­er, Sick­er­wass­er sowie Wass­er von Dachflächen oder son­stige Wasser­ansamm­lun­gen aufgenom­men wer­den. Über die Entwässerungsrinne und die Drainage wird das Wass­er in den Pumpen­schacht geleit­et und von dort aus kon­trol­liert abgepumpt.
Die fer­tig einge­baute AquaWand ver­fügt auf der Trock­en­seite über eine Entspan­nungs­drainage. Zusät­zlich wird Wass­er aus der Ein­laufrinne dem Pumpen­schacht zuge­führt. Über eine Pumpe kann es kon­trol­liert in das Hochwass­er gefördert wer­den.
So wer­den Sohldruck, Nässe im Unter­grund und Wasser­ansamm­lun­gen im geschützten Bere­ich wirk­sam reduziert.

Vorteile der Lösung 

  • Gezielte Entwässerung auf der Trockenseite
  • Kon­trol­lierte Ableitung des in der AquaWand anfal­l­en­den Wassers
  • Sichere Abführung von Regen‑, Leck­age- und Sickerwasser
  • Auf­nahme von Wass­er aus Dachflächen oder weit­eren Abläufen möglich
  • Reduzierung von Sohldruck und Nässe im Untergrund
  • Pumpen­schacht mit Rückschlagk­lappe und Schieber
  • Anschluss weit­er­er Abläufe möglich
  • Bis zu sechs Drainageleitun­gen DN 100 anschließbar
  • Ein­satz von bis zu zwei Pumpen möglich
  • Ein­fache, autarke Hand­habung mit Pumpe, Gen­er­a­tor und Beleuchtung
  • Kon­trol­liertes Abpumpen in das Hochwasser

Hochwasser­schutz und Entwässerung kombiniert

Ein beson­der­er Vorteil dieser Lösung beste­ht darin, dass Hochwasser­schutz und Entwässerung zusam­men gedacht wer­den. Die AquaWand schützt nicht nur vor ein­drin­gen­dem Hochwass­er, son­dern leit­et auch Wass­er, das sich auf der Trock­en­seite oder im Unter­grund sam­melt, kon­trol­liert ab.
So entste­ht ein schlüs­siges Gesamt­sys­tem, das Schutz, Entwässerung und Betrieb­ssicher­heit vereint.

Ein­fache Hand­habung vor Ort 

Das Sys­tem lässt sich für den Ein­satz im Hochwasser­fall ein­fach und autark betreiben. Die dafür notwendi­ge Aus­rüs­tung – zum Beispiel Pumpe, Gen­er­a­tor und Beleuch­tung – kann direkt zum Pumpen­schacht gebracht und dort schnell einge­set­zt wer­den.
Anschließend wird das abge­führte Wass­er kon­trol­liert in das Hochwass­er zurückgepumpt.

Ein­satzbere­iche

Die Lösung eignet sich ins­beson­dere für Bere­iche, in denen Hochwasser­schutz und Entwässerung gemein­sam geplant wer­den müssen. Dazu zählen kom­mu­nale, gewerbliche und infra­struk­turelle Anwendungen.

Hochwasserschutz in Tauberbischofsheim — Umsetzung der AquaWand 210 und 150 am Frankenbad des Landes Baden-Württemberg

Die Stadt Tauber­bischof­sheim untern­immt einen wichti­gen Schritt zur Stärkung ihrer Hochwasserschutzmaßnahmen.

Im Rah­men der Hochwasser­schutz­maß­nah­men des Lan­des Baden-Würt­tem­berg, vertreten durch den Lan­des­be­trieb Gewäss­er des Regierung­sprä­sid­i­ums Stuttgart, wurde das Franken­bad mit ein­er Kom­bi­na­tion aus AquaWand 210 und AquaWand 150 ausgestattet.

So ent­stand ein rund 100 Meter langes Hochwasser­schutzsys­tem, das gezielt auf die örtlichen Gegeben­heit­en abges­timmt ist und das Freibadreal bei Hochwasser­ereignis­sen zuver­läs­sig schützt.

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Live-Demonstration der mobilen Hochwasserschutzwand im Praxiseinsatz

Unser Ziel war es, die ein­fache, schnelle und mit min­i­malem Werkzeugein­satz durch­führbare Hand­habung der Aquawand zu demon­stri­eren, ein entschei­den­der Vorteil in Not­fall­si­t­u­a­tio­nen, in denen jede Minute zählt. 

Für die Vor­führung wurde ein Mod­ell direkt zur Messe trans­portiert und dort aufge­baut. Das ist ein klar­er Beweis dafür, dass der Auf­bau auch unter realen Bedin­gun­gen schnell und zuver­läs­sig möglich ist.

Im fol­gen­den Video erhal­ten Sie einen authen­tis­chen Ein­blick in die Demonstration:

Neu: Hochwasser Check für Zuhause NRW – Start des Online-Tools

Ab dem 25. April 2025 kön­nen Bürg­erin­nen und Bürg­er in Nor­drhein-West­falen das Hochwasser­risiko für ihre eigene Adresse ganz ein­fach online über­prüfen. Die neue Plat­tform hochwasser-app.nrw bietet eine schnelle und nutzer­fre­undliche Möglichkeit, sich über mögliche Hochwass­er- und Starkre­genereignisse zu informieren – ein wichtiger Schritt zur Vorsorge.

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Besser vorbereitet auf Naturkatastrophen

Ein Schritt in eine sichere Zukun­ft: naturgefahrenportal.de geht online!

Mit dem neuen Naturge­fahren­por­tal bietet der Deutsche Wet­ter­di­enst (DWD) eine zen­trale Plat­tform, um Bürg­erin­nen und Bürg­er frühzeit­ig über Naturge­fahren wie Hochwass­er, Sturm oder Hitze zu informieren — ort­snah, ver­ständlich, fundiert und wis­senschaftlich belegt.

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