AQUABURG war am 10. Juni 2026 auf der Resilience Expo in Mönchengladbach vertreten. Bei der Veranstaltung kamen Akteur:innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Praxis zusammen, um über Lösungen für Klimaanpassung, Starkregen, Hochwasserschutz und resiliente Infrastruktur zu sprechen.
Im Mittelpunkt unseres Messeauftritts stand unser mobiles Hochwasserschutzsystem AquaWand. Vor Ort konnten wir demonstrieren, wie schnell und flexibel die AquaWand eingesetzt werden kann und welchen Beitrag mobile Schutzsysteme bei Starkregen- und Hochwasserereignissen leisten können.
Ein besonderes Highlight war der Messerundgang von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen dessen hatten wir die Gelegenheit, unsere Lösung vorzustellen und die Bedeutung eines schnell einsetzbaren Hochwasserschutzes im direkten Austausch zu verdeutlichen.
Gerade bei Starkregen und plötzlich auftretendem Hochwasser zählt jede Minute. Mobile Systeme müssen daher nicht nur zuverlässig schützen, sondern auch einfach zu handhaben sein und schnell einsatzbereit werden. Die AquaWand wurde genau für solche Einsatzsituationen entwickelt: Sie ist flexibel, praxisnah und ohne aufwendige technische Vorbereitung einsetzbar.
Die Messe hat es erneut deutlich gemacht: Klimaanpassung erfordert praktische Lösungen, starke Partnerschaften und Systeme, die im Ernstfall schnell funktionieren.
AquaWand mit Entwässerungsrinne, Drainage und Pumpenschacht
Bei Hochwasser ist eine natürliche Entwässerung häufig nicht mehr möglich. Für diese Situationen bietet Aquaburg eine praxiserprobte Lösung: Die Kombination aus AquaWand, Entwässerungsrinne, Drainage und Pumpenschacht ermöglicht die kontrollierte Aufnahme und gezielte Ableitung von anfallendem Wasser. Gerade bei Projekten, bei denen Hochwasserschutz und Entwässerung gemeinsam betrachtet werden müssen, entsteht so ein technisch durchdachtes Gesamtsystem für Schutz, Wasserführung und Betriebssicherheit.
Pumpenschacht als Teil des Entwässerungskonzepts
Der Pumpenschacht ist kein Hinweis auf Undichtigkeiten, sondern ein fester Bestandteil eines technischen Konzepts zur kontrollierten Wasserführung. Auf der zu schützenden Trockenseite können Regenwasser, Leckagewasser, Sickerwasser sowie Wasser von Dachflächen oder sonstige Wasseransammlungen aufgenommen werden. Über die Entwässerungsrinne und die Drainage wird das Wasser in den Pumpenschacht geleitet und von dort aus kontrolliert abgepumpt. Die fertig eingebaute AquaWand verfügt auf der Trockenseite über eine Entspannungsdrainage. Zusätzlich wird Wasser aus der Einlaufrinne dem Pumpenschacht zugeführt. Über eine Pumpe kann es kontrolliert in das Hochwasser gefördert werden. So werden Sohldruck, Nässe im Untergrund und Wasseransammlungen im geschützten Bereich wirksam reduziert.
Vorteile der Lösung
Gezielte Entwässerung auf der Trockenseite
Kontrollierte Ableitung des in der AquaWand anfallenden Wassers
Sichere Abführung von Regen‑, Leckage- und Sickerwasser
Aufnahme von Wasser aus Dachflächen oder weiteren Abläufen möglich
Reduzierung von Sohldruck und Nässe im Untergrund
Pumpenschacht mit Rückschlagklappe und Schieber
Anschluss weiterer Abläufe möglich
Bis zu sechs Drainageleitungen DN 100 anschließbar
Einsatz von bis zu zwei Pumpen möglich
Einfache, autarke Handhabung mit Pumpe, Generator und Beleuchtung
Kontrolliertes Abpumpen in das Hochwasser
Hochwasserschutz und Entwässerung kombiniert
Ein besonderer Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass Hochwasserschutz und Entwässerung zusammen gedacht werden. Die AquaWand schützt nicht nur vor eindringendem Hochwasser, sondern leitet auch Wasser, das sich auf der Trockenseite oder im Untergrund sammelt, kontrolliert ab. So entsteht ein schlüssiges Gesamtsystem, das Schutz, Entwässerung und Betriebssicherheit vereint.
Einfache Handhabung vor Ort
Das System lässt sich für den Einsatz im Hochwasserfall einfach und autark betreiben. Die dafür notwendige Ausrüstung – zum Beispiel Pumpe, Generator und Beleuchtung – kann direkt zum Pumpenschacht gebracht und dort schnell eingesetzt werden. Anschließend wird das abgeführte Wasser kontrolliert in das Hochwasser zurückgepumpt.
Einsatzbereiche
Die Lösung eignet sich insbesondere für Bereiche, in denen Hochwasserschutz und Entwässerung gemeinsam geplant werden müssen. Dazu zählen kommunale, gewerbliche und infrastrukturelle Anwendungen.
Das Hochwasserschutzprojekt am Logistikzentrum in Günzburg ist erfolgreich abgeschlossen
Entlang einer Gesamtstrecke von 143 Metern wurde ein fest installiertes Schutzsystem realisiert, das auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt ist und den Standort langfristig gegen Hochwasser und Starkregen absichert.
Die Stadt Tauberbischofsheim unternimmt einen wichtigen Schritt zur Stärkung ihrer Hochwasserschutzmaßnahmen.
Im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen des Landes Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Stuttgart, wurde das Frankenbad mit einer Kombination aus AquaWand 210 und AquaWand 150 ausgestattet.
AquaWand 150 im Boden integriert — Frankenbad
So entstand ein rund 100 Meter langes Hochwasserschutzsystem, das gezielt auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt ist und das Freibadreal bei Hochwasserereignissen zuverlässig schützt.
Seit vielen Jahren steht AQUABURG für effizienten und zuverlässigen Hochwasserschutz. Unser neuestes Projekt führt uns nach Günzburg, wo wir für das DHL-Logistikzentrum eine maßgeschneiderte Schutzlösung in Form einer 150 Meter langen AquaWand mit einer Schutzhöhe von 1,20 Meter realisieren.
Unser Ziel war es, die einfache, schnelle und mit minimalem Werkzeugeinsatz durchführbare Handhabung der Aquawand zu demonstrieren, ein entscheidender Vorteil in Notfallsituationen, in denen jede Minute zählt.
Für die Vorführung wurde ein Modell direkt zur Messe transportiert und dort aufgebaut. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass der Aufbau auch unter realen Bedingungen schnell und zuverlässig möglich ist.
Im folgenden Video erhalten Sie einen authentischen Einblick in die Demonstration:
Ab dem 25. April 2025 können Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen das Hochwasserrisiko für ihre eigene Adresse ganz einfach online überprüfen. Die neue Plattform hochwasser-app.nrw bietet eine schnelle und nutzerfreundliche Möglichkeit, sich über mögliche Hochwasser- und Starkregenereignisse zu informieren – ein wichtiger Schritt zur Vorsorge.
Ein Schritt in eine sichere Zukunft: naturgefahrenportal.de geht online!
Mit dem neuen Naturgefahrenportal bietet der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine zentrale Plattform, um Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über Naturgefahren wie Hochwasser, Sturm oder Hitze zu informieren — ortsnah, verständlich, fundiert und wissenschaftlich belegt.
Stellen Sie sich vor: Es ist tiefe Nacht, kein Licht, kein Strom, starker Wind und Regen. Es stehen keine zusätzlichen Hilfsmittel zur Verfügung und trotzdem soll der mobile Hochwasserschutz sofort aufgebaut werden. In solchen stressigen Krisensituationen können Fehler passieren: Ein Pfosten wird nicht eingesetzt, ein anderer wird versehentlich von einem Fahrzeug beschädigt (geschwächter Pfosten).
Wir testen bewusst mit Fehlern:
Genau deshalb testen wir unsere Hochwasserschutzsysteme unter realen Bedingungen, und das heißt: Wir machen bewusst Fehler!
Dormagen. Lange ist nichts passiert, doch das nächste schlimme Jahrhunderthochwasser kann jederzeit Rheinfeld, Zons, Stürzelberg, aber auch die gesamte Stadt Dormagen bedrohen. Nach neuesten Berechnungen müssen die Deiche und die Hochwasserschutzmauer in der Zollstadt und Stürzelberg um einen Meter erhöht werden. Dies würde bedeuten, dass Spaziergängern und Radfahrern das ganze Jahr über die Sicht auf den Rhein nicht mehr möglich ist.
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