DBU-Beitrag:

DBU-Beitrag im Juni 2013: Die Hochwasser­ereignisse der jüng­sten Zeit haben die emi­nente Bedeu­tung eines bre­it aufgestell­ten Hochwasser­schutzes erneut unter Beweis gestellt.

Einen Teil der Lösung kön­nen mobile Schutzsys­teme darstellen. Die Fir­ma Wibbel­er Hochwasser­schutz (Mün­ster) hat ein ausklapp­bares Stauwandsys­tem für den Hochwasser­schutz weit­er­en­twick­elt und von der TU Ham­burg-Har­burg testen lassen. Die paten­tierte „AquaWand“ wird im Ruhezu­s­tand in einem Betonkanal gelagert, der beispiel­sweise fes­ter Bestandteil eines Bürg­er­steiges sein kann. Im Bedarfs­fall wer­den die Boden­deck­el geöffnet und die Pfos­ten des Sys­tems hochgeklappt. Zwei Per­so­n­en schaf­fen es, die 120 cm hohe und 18 Meter lange Stauwand aus Draht­netz und Folie inner­halb von 14 Minuten aufzubauen. Zur Über­prü­fung der Leis­tungs­fähigkeit der Wand wur­den Auf- und Abbau­ver­suche, hydro­sta­tis­che und hydro­dy­namis­che Tests sowie inten­sive Auf­pral­lun­ter­suchun­gen durchge­führt. Die Ergeb­nisse zeigten, dass die Leck­a­gen geringer aus­fie­len als erwartet. Selb­st bei den erprobten Extrem­be­las­tun­gen bestand zu kein­er Zeit die Gefahr eines Wand­ver­sagens. Weit­ere tech­nis­che Details, Bilder und Videos über das beschriebene Sys­tem find­en sich auf der Web­site der Fir­ma Aquaburg (Mün­ster), die das mobile Hochwasser­schutzele­ment vertreibt.

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Bild: AquaWand120 in der Tes­tanlage der TUHH